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· 22 Min.

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GKV oder PKV: Wann lohnt sich die private Krankenversicherung?

Der Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung steigt, während Leistungen gekürzt werden. Christian Wegert und Fabian Hafke erklären, wann sich die private Krankenversicherung für junge, gesunde Angestellte lohnen kann, wie die Beiträge im Alter bezahlbar bleiben und was gesetzlich Versicherte tun können. Dazu: wie stark Sprit, Gold und Lebensmittel seit 2020 teurer geworden sind.

Das Wichtigste aus der Folge

  • Höchstbeitrag steigt, Leistungen sinken: Wer über der Versicherungspflichtgrenze verdient, zahlt in der GKV den Höchstbeitrag. In der Folge rechnen die beiden für das kommende Jahr mit rund 1.400 Euro im Monat ohne Kinder, je nach Zusatzbeitrag, bei gleichzeitig gekürzten Leistungen.

  • PKV kann günstiger sein: Für junge, gesunde Angestellte kann ein sehr guter PKV-Tarif laut Christian bei 800 bis 1.000 Euro liegen. Die Differenz lässt sich anlegen, etwa in einen ETF-Sparplan oder eine Immobilie, um die Beiträge im Alter zu tragen.

  • Im Alter bezahlbar bleiben: Unbezahlbare PKV-Beiträge im Alter hatten oft mit alten Tarifen und fehlender Vorsorge zu tun. Wer früh die richtigen Weichen stellt, kann die Beiträge auch später tragen. Voraussetzung für den Wechsel ist ein passender Gesundheitszustand.

  • In der GKV: Bonus und Zusatztarife nutzen: Wer nicht wechseln kann, sollte eine Kasse mit Bonusprogramm wählen und Lücken, etwa beim Zahnersatz, mit Zusatztarifen schließen.

  • Lebensmittel teurer als die Inflation: Seit 2020 sind Lebensmittel laut Folge deutlich stärker gestiegen als die allgemeine Inflation. Vermögen in Sachwerten aufzubauen und Steuern legal zu senken, hilft dagegen.

Kapitel

  1. 0:00

    Krankenkassen: 17 Mrd. Steuerzuschuss

  2. 3:59

    GKV oder PKV: Wann lohnt sich privat?

  3. 9:57

    Inflation steigt auf 2,9 Prozent

  4. 13:06

    Preisquiz: Was seit 2020 teurer wurde

Worum es in der Folge geht

Bis zu 1.400 € im Monat für die gesetzliche Krankenversicherung? Gleichzeitig steigen Spritpreise, Lebensmittel und andere alltägliche Kosten weiter.

In dieser Folge von „Mehr Geld“ sprechen Fabian und Christian darüber, warum das Gesundheitssystem immer teurer wird, wann eine private Krankenversicherung interessant sein kann und welche Unterschiede es zwischen GKV und PKV gibt.

Begriffe aus der Folge

Kurz erklärt in unserem Glossar, falls du tiefer einsteigen willst.

BeitragsbemessungsgrenzeDie Beitragsbemessungsgrenze ist das Einkommen, bis zu dem Beiträge zur Sozialversicherung berechnet werden. Was darüber liegt, bleibt beitragsfrei. 2026 liegt sie in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung bei 69.750 Euro im Jahr (5.812,50 Euro im Monat), in der Renten- und Arbeitslosenversicherung bei 101.400 Euro im Jahr.JahresarbeitsentgeltgrenzeDie Jahresarbeitsentgeltgrenze, auch Versicherungspflichtgrenze, ist das Bruttojahresgehalt, ab dem Angestellte nicht mehr in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sind. Wer darüber verdient, kann in die private Krankenversicherung wechseln oder freiwillig gesetzlich versichert bleiben. 2026 liegt die Grenze bei 77.400 Euro im Jahr, also 6.450 Euro im Monat.ZusatzbeitragDer Zusatzbeitrag ist der Teil des Krankenkassenbeitrags, den jede gesetzliche Krankenkasse zusätzlich zum allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent selbst festlegt. 2026 liegt der durchschnittliche Zusatzbeitrag bei 2,9 Prozent. Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen ihn sich je zur Hälfte, deshalb lohnt sich ein Vergleich der Kassen.AltersrückstellungenAltersrückstellungen, im Gesetz Alterungsrückstellungen, sind Rücklagen, die private Krankenversicherer aus einem Teil deiner Beiträge bilden. Sie sollen die höheren Gesundheitskosten im Alter abfedern, damit die Beiträge nicht allein wegen des Älterwerdens steigen. Zusätzlich zahlen Versicherte zwischen 21 und 60 Jahren einen gesetzlichen Zuschlag von 10 Prozent.

Die Folge als Video

Lieber sehen als hören? Das Gespräch gibt es in voller Länge auf YouTube.

Videovorschau: Mehr Geld, Folge 3: GKV oder PKV: Wann lohnt sich die private Krankenversicherung?

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Fragen zur Folge

GKV oder PKV: Was ist besser?

Das hängt von deiner Situation ab. Für junge, gesunde Angestellte über der Versicherungspflichtgrenze kann die PKV günstiger sein und mehr leisten. In der GKV sind Kinder und Ehepartner ohne eigenes Einkommen kostenlos mitversichert, in der PKV braucht jede Person einen eigenen Vertrag.

Ab welchem Einkommen kann ich in die PKV wechseln?

Als Angestellter ab einem regelmäßigen Bruttogehalt über der Jahresarbeitsentgeltgrenze, 2026 sind das 77.400 Euro im Jahr. Selbstständige und Beamte können unabhängig vom Einkommen wechseln.

Ist die private Krankenversicherung im Alter bezahlbar?

Ja, wenn du früh planst. Altersrückstellungen und der gesetzliche Zuschlag dämpfen die Beiträge im Alter. Die gesparte Differenz zur GKV sollte angelegt werden, etwa in einen ETF-Sparplan oder eine Immobilie.

Wie hoch ist der Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung?

2026 zahlen Angestellte ohne Kinder für Kranken- und Pflegeversicherung zusammen rund 1.260 Euro im Monat, etwa die Hälfte davon trägt der Arbeitgeber. In der Folge rechnen Christian und Fabian für das nächste Jahr mit rund 1.400 Euro.

Wer in dieser Folge spricht

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