Das Wichtigste aus der Folge
Regulierung aus Anlegersicht: Mietbegrenzungen, keine Räumungen bei Mietschulden in landeseigenen Wohnungen und mietneutrale Sanierungen senken aus Sicht der beiden die Bereitschaft, zu bauen und zu sanieren. Weniger Angebot bei gleicher Nachfrage verschärft den Wohnraummangel.
Leerstand in Berlin ist gering: Laut Folge stehen knapp 2 Prozent der Wohnungen leer, dauerhaft etwa 0,8 Prozent. Ein Teil davon ist kurzer Leerstand beim Mieterwechsel. Eine Quote unter 3 Prozent gilt als gesund.
Nach Zahlen wählen, nicht nach Gefühl: Entscheidend ist, wo Menschen heute und in Zukunft leben wollen, nicht, wo man selbst wohnen würde. Bevölkerungsentwicklung, Arbeitsmarkt und Infrastruktur geben die Richtung vor.
Arbeitsplätze entscheiden: Christian würde eine Wohnung eher dort kaufen, wo Arbeitsplätze entstehen, etwa in Kassel, als dort, wo sie wackeln, etwa in Wolfsburg.
Kleine Wohnungen verkaufen sich leichter: Zwei bis drei Zimmer mit 40 bis 80 Quadratmetern finden die meisten Mieter und Käufer. Zwei kleine Wohnungen bieten zum gleichen Preis oft mehr Entwicklungspotenzial als eine große.
Rat der Woche: Wohnwetterkarte: Die Wohnwetterkarte zeigt, wo die Nachfrage nach Wohnraum in den nächsten Jahren steigt oder sinkt. Gute Käufe gibt es trotzdem auch in weniger angespannten Märkten, zum Beispiel in guten Lagen von Rostock.
Kapitel
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Was bedeutet das Berliner Wahlergebnis für Kapitalanleger?
Die Linke ist laut vorläufigem Ergebnis stärkste Kraft, eine Regierung mit SPD und Grünen gilt als möglich. Große institutionelle Investoren hatten sich schon vorher aus Berlin zurückgezogen. Christian und Fabian ordnen die Lage bewusst nur aus Anlegersicht ein.
- 4:14
Was steht im Wahlprogramm der Linken zum Thema Wohnen?
Landeseigene Wohnungsunternehmen sollen mehr selbst bauen, Räumungen wegen Mietschulden sollen dort ausgeschlossen und Sanierungen mietneutral werden. Dazu kommen ein härteres Vorgehen gegen Vermieter und ein staatliches Immobilienportal. Aus Sicht der beiden bremsen solche Eingriffe Neubau und Sanierung.
- 20:25
Nach welchen Kriterien wählt man den Standort einer Immobilie?
Entscheidend sind Bevölkerungsentwicklung, Arbeitsmarkt, Infrastruktur, Wiederverkauf und die passende Wohnungsgröße. Gefragt ist, wo Menschen künftig leben wollen, nicht, wo man selbst wohnen würde. Zwei bis drei Zimmer mit 40 bis 80 Quadratmetern lassen sich am leichtesten vermieten und verkaufen.
- 26:32
Was zeigt die Wohnwetterkarte?
Sie zeigt, wo die Nachfrage nach Wohnraum in den nächsten Jahren steigt, gleich bleibt oder sinkt. Hamburg, München, Frankfurt, Leipzig und Köln gelten dort als stark angespannt. Gute Käufe gibt es trotzdem auch in weniger gefragten Städten, wenn die Lage stimmt, zum Beispiel in Rostock.
Worum es in der Folge geht
Berlin hat gewählt: Die Linke wird laut vorläufigem Ergebnis mit 25,7 Prozent der Zweitstimmen stärkste Kraft. Was bedeutet ihr Wahlprogramm für Kapitalanleger, und nach welchen fünf Kriterien wählt man stattdessen den Standort für eine Immobilie? Christian Wegert und Fabian Hafke von HH-Anlagekonzepte gehen das Programm aus Investorensicht durch: Mieterhöhungen bei landeseigenen Wohnungen, keine Räumungen bei Mietschulden, der Leerstand in Berlin und ein staatliches Immobilienportal. Danach geht es um Standortrisiken: Bevölkerungsentwicklung, Arbeitsmarkt, Infrastruktur, Wiederverkauf und die passende Wohnungsgröße. Rat der Woche: die Wohnwetterkarte.
Begriffe aus der Folge
Kurz erklärt in unserem Glossar, falls du tiefer einsteigen willst.
Fragen zur Folge
Nach welchen Kriterien wählt man den Standort einer Immobilie?
Christian und Fabian nennen fünf: Bevölkerungsentwicklung, Arbeitsmarkt, Infrastruktur, Wiederverkauf und die passende Wohnungsgröße. Entscheidend ist, wo Menschen in Zukunft leben wollen.
Was ist die Wohnwetterkarte?
Eine Deutschlandkarte des Projektentwicklers BPD, die zeigt, wo die Nachfrage nach Wohnraum in den nächsten Jahren steigt, gleich bleibt oder sinkt. Sie hilft bei der ersten Einordnung eines Standorts.
Welche Wohnungsgröße eignet sich als Kapitalanlage?
Zwei bis drei Zimmer mit 40 bis 80 Quadratmetern. Diese Wohnungen finden die meisten Mieter und später auch Käufer.
Wie hoch ist der Leerstand in Berlin?
Laut Folge stehen knapp 2 Prozent der Wohnungen leer, dauerhaft etwa 0,8 Prozent. Eine Quote unter 3 Prozent gilt als gesund, der Wohnungsmarkt ist also angespannt.
Quellen und Links zur Folge
- Wohnwetterkarte (BPD Immobilienentwicklung) (öffnet in neuem Fenster)
- Vorläufiges Ergebnis der Wahl zum Abgeordnetenhaus Berlin 2026 (öffnet in neuem Fenster)
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Diese Folge dient der allgemeinen Information und ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden. HH-Anlagekonzepte vermittelt Immobilien und Finanzanlagen und verdient daran.







