Was prüft eine Standortanalyse?
Sie arbeitet auf zwei Ebenen: der Makrolage, also Stadt und Region, und der Mikrolage, also dem direkten Umfeld der Immobilie. Geprüft werden Daten, die über Nachfrage, Miete und Wiederverkauf entscheiden.
- Bevölkerungsentwicklung und Prognose, auch nach Altersgruppen
- Arbeitsmarkt: große Arbeitgeber, Branchenmix, neue und wegfallende Arbeitsplätze
- Einkommen und Kaufkraft der Bewohner
- Infrastruktur: Verkehrsanbindung, Schulen, Ärzte, Einkaufen
- Wohnungsmarkt: Leerstand, Neubau, Mietentwicklung und Kaufpreisfaktoren
Welche Kriterien sind für Kapitalanleger am wichtigsten?
In unserer Beratung stehen fünf Punkte im Vordergrund: Bevölkerungsentwicklung, Arbeitsmarkt, Infrastruktur, Wiederverkauf und die passende Wohnungsgröße. Entscheidend ist, wo Menschen heute und in Zukunft wohnen wollen, nicht, wo du selbst wohnen würdest.
Ein Beispiel ist der Arbeitsmarkt: Eine Stadt, in der gerade Arbeitsplätze entstehen, ist für eine Kapitalanlage meist attraktiver als eine, die stark von einem einzigen Arbeitgeber abhängt, der Stellen abbaut.
Welche Daten und Quellen helfen bei der Standortanalyse?
- Bevölkerungsvorausberechnungen der Statistischen Landesämter
- Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit
- Grundstücksmarktberichte der Gutachterausschüsse
- Mietspiegel der Städte und Gemeinden
- Übersichtskarten zur Wohnungsnachfrage, zum Beispiel die Wohnwetterkarte
Wie läuft eine Standortanalyse in der Praxis ab?
Zuerst die Makrolage anhand von Zahlen prüfen, dann die Mikrolage vor Ort ansehen, erst danach das einzelne Objekt bewerten. Wer mit dem Objekt beginnt, verliebt sich leicht in eine schöne Wohnung am falschen Ort.
Eine gute Lage garantiert keinen guten Kauf, und in fast jeder Stadt gibt es gute Lagen. In gefragten Märkten ist ein gutes Ergebnis aber schlicht wahrscheinlicher.
