Wie berechnet man die Leerstandsquote?
Zahl der leerstehenden Wohnungen geteilt durch den gesamten Wohnungsbestand, mal 100. Stehen in einem Viertel 150 von 5.000 Wohnungen leer, liegt die Quote bei 3 Prozent.
Für eine einzelne Kapitalanlage rechnest du eher mit Leerstandszeiten: Wie viele Monate stand die Wohnung zwischen zwei Mietern leer, und was hat das an Miete gekostet?
Was ist marktaktiver Leerstand?
Nicht jede leere Wohnung steht dem Markt zur Verfügung. Marktaktiver Leerstand umfasst Wohnungen, die sofort oder nach kurzer Herrichtung vermietet werden könnten. Dazu gehört auch die kurze Lücke beim Mieterwechsel.
Davon zu unterscheiden ist struktureller Leerstand: Wohnungen, die dauerhaft leer stehen, weil sie unbewohnbar sind, Eigentumsfragen ungeklärt sind oder in der Region schlicht niemand wohnen will.
Welche Leerstandsquote ist gesund?
Ein Wohnungsmarkt braucht eine gewisse Reserve, damit Umzüge möglich sind. Als Fluktuationsreserve gelten etwa 2 bis 3 Prozent. Liegt die Quote deutlich darunter, finden Wohnungssuchende kaum etwas und die Mieten steigen. Liegt sie deutlich darüber, drohen längere Leerstände und Preisdruck.
Was bedeutet die Leerstandsquote für Kapitalanleger?
Eine niedrige Quote senkt das Risiko, dass deine Wohnung lange leer steht. Dafür sind die Kaufpreise in solchen Märkten meist höher. Eine hohe Quote kann günstige Preise bedeuten, aber auch ein dauerhaft schwaches Umfeld. Wichtiger als der Stand ist der Trend: Wie entwickeln sich Bevölkerung, Arbeitsplätze und Neubau?
