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Steuern sparen als Gutverdiener 2026: Was wirklich wirkt

· aktualisiert 26. September 2026

Rotes Sparschwein auf einem Holztisch als Symbol für Steuern sparen bei hohem Einkommen

Kurz gesagt

Als Gutverdiener sparst du Steuern vor allem dort, wo jeder abziehbare Euro zu deinem Grenzsteuersatz wirkt: 2026 sind das bis zu 42 % ab 69.879 € zu versteuerndem Einkommen. Werbungskosten im Job, Handwerkerrechnungen und ETF-Freibeträge bringen meist einige Hundert Euro. Den größten Effekt kann eine vermietete Immobilie haben, weil Zinsen, Abschreibung und Kosten mit deinem Gehalt verrechnet werden. Sie muss aber auch ohne Steuervorteil wirtschaftlich tragen.

Viele gutverdienende Angestellte zahlen jedes Jahr fünfstellige Beträge an Steuern, ohne die völlig legalen Möglichkeiten zu nutzen, die es gibt. Wer als Gutverdiener Steuern sparen will, sollte zuerst verstehen, wie sein eigener Steuersatz funktioniert, und dann die Wege nach ihrer Wirkung sortieren. Die meisten bringen ein paar Hundert Euro im Jahr. Eine vermietete Wohnung kann deutlich mehr bewirken, und wie das im Detail geht, erklären wir im Überblick zum Steuern sparen mit Immobilien.

Dieser Artikel ist keine Steuer- oder Anlageberatung. Jeder Fall sollte einzeln von einer Steuerberatung geprüft werden.

Ab wann gilt man steuerlich als Gutverdiener?

Eine feste Grenze gibt es nicht. Steuerlich spürst du es spätestens, wenn dein zu versteuerndes Einkommen (das ist dein Einkommen nach Abzug von Werbungskosten, abziehbaren Vorsorgeaufwendungen und anderen Abzügen, nicht dein Brutto) 69.879 € erreicht: Ab dort zahlst du 2026 auf jeden weiteren Euro 42 % Einkommensteuer.

Das ist der sogenannte Spitzensteuersatz nach § 32a EStG. Die Stufe mit 45 % beginnt erst bei 277.826 €. Für Verheiratete mit Zusammenveranlagung verdoppeln sich die Grenzen durch das Splitting, Paare erreichen die 42 % also erst bei gemeinsam 139.758 €.

Viele Ingenieure liegen mit ihrem Gehalt schon nah an dieser Schwelle oder darüber, sobald Bonus und Gehaltssprünge dazukommen. Genau für diese Gruppe haben wir unsere Finanzberatung für Ingenieure aufgebaut.

Grenzsteuersatz und Durchschnittssteuersatz: der Unterschied

Hier geht in vielen Artikeln etwas durcheinander. Der Durchschnittssteuersatz sagt, wie viel Prozent deines gesamten Einkommens an Steuer weggehen. Der Grenzsteuersatz sagt, wie viel vom nächsten Euro weggeht, den du zusätzlich verdienst oder zusätzlich absetzt.

Für das Steuernsparen zählt nur der Grenzsteuersatz. Ein Beispiel: Bei 100.000 € zu versteuerndem Einkommen zahlst du im Schnitt 30,9 % Einkommensteuer. Jeder Euro, den du zusätzlich absetzen kannst, spart dir aber 42 Cent, weil er oben beim Spitzensatz wegfällt.

Einkommensteuer 2026 für Alleinstehende nach § 32a EStG (ohne Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer)
Zu versteuerndes EinkommenEinkommensteuerDurchschnittssteuersatzGrenzsteuersatz
50.000 €10.548 €21,1 %35,1 %
60.000 €14.233 €23,7 %38,6 %
70.000 €18.264 €26,1 %42,0 %
100.000 €30.864 €30,9 %42,0 %

Zwischen 17.800 € und 69.878 € steigt der Grenzsteuersatz gleichmäßig an. Er lässt sich aus der Tarifformel ableiten:

Grenzsteuersatz in % = (2 × 173,10 × (zvE - 17.799) / 10.000 + 2.397) / 100

Bei 50.000 € ergibt das (2 × 173,10 × 3,2201 + 2.397) / 100 = 35,1 %. Ab 69.879 € gilt dann flach 42 %. Der Solidaritätszuschlag von 5,5 % fällt bei Alleinstehenden erst an, wenn die Einkommensteuer über 20.350 € liegt, bei Zusammenveranlagung über 40.700 €. Kirchensteuer kommt gegebenenfalls dazu.

Welche Steuertipps helfen Angestellten mit hohem Einkommen?

Wer als Angestellter Steuern sparen will, hat weniger Spielraum als ein Selbstständiger. Ein paar legale Wege gibt es trotzdem. Die meisten sind schnell erledigt, bringen aber jeweils nur überschaubare Beträge.

Werbungskosten im Job

Automatisch berücksichtigt das Finanzamt 1.230 € Arbeitnehmer-Pauschbetrag (§ 9a EStG). Alles darüber musst du belegen. Typisch sind die Entfernungspauschale von 0,38 € je Kilometer einfacher Strecke ab dem ersten Kilometer, die Homeoffice-Pauschale von 6 € je Tag bis höchstens 1.260 € im Jahr, Fachliteratur, Fortbildungen, Arbeitsmittel und Kontoführung.

Ein Beispiel: 25 km zur Arbeit an 180 Tagen ergeben 1.710 € Fahrtkosten. Das sind 480 € mehr als die Pauschale, bei 42 % Grenzsteuersatz also gut 200 € weniger Steuer.

Handwerker und haushaltsnahe Dienstleistungen

Nach § 35a EStG ziehst du 20 % der Arbeitskosten direkt von der Steuer ab: für haushaltsnahe Dienstleistungen (Reinigung, Gartenpflege) höchstens 4.000 € im Jahr, für Handwerkerleistungen höchstens 1.200 €. Materialkosten zählen nicht, und du brauchst eine Rechnung plus Überweisung. Barzahlung wird nicht anerkannt.

Das ist die Ausnahme in diesem Artikel: § 35a wirkt unabhängig vom Grenzsteuersatz, weil er die Steuer selbst mindert und nicht das Einkommen.

Vorsorge: Basisrente und betriebliche Altersvorsorge

Beiträge zu einer Basisrente (auch Rürup-Rente genannt) sind als Sonderausgaben absetzbar, zusammen mit den Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung bis zu einem Höchstbetrag. Bei hohem Grenzsteuersatz ist die Ersparnis spürbar. Dafür ist das Geld bis zur Rente gebunden, und die spätere Rente wird versteuert.

Bei der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) zahlst du Teile deines Bruttogehalts ein, die bis 8 % der Beitragsbemessungsgrenze steuerfrei bleiben (§ 3 Nr. 63 EStG), sozialabgabenfrei aber nur bis 4 % (§ 1 Abs. 1 Nr. 9 SvEV). Auch hier gilt: Die Steuer wird verschoben, nicht erlassen. Ob sich das rechnet, hängt stark vom Arbeitgeberzuschuss und den Kosten des Vertrags ab.

ETFs: Sparerpauschbetrag und Teilfreistellung

Kapitalerträge bis 1.000 € im Jahr bleiben steuerfrei (Sparer-Pauschbetrag, § 20 Abs. 9 EStG), bei Zusammenveranlagung 2.000 €. Dafür brauchst du nur einen Freistellungsauftrag bei deiner Bank. Bei Aktien-ETFs sind zusätzlich 30 % der Erträge steuerfrei (Teilfreistellung, § 20 InvStG).

Kapitalerträge werden aber mit der Abgeltungsteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag versteuert, nicht mit deinem persönlichen Satz. ETFs sind deshalb ein guter Baustein für den Vermögensaufbau, aber kein Werkzeug, um die Steuer auf dein Gehalt zu senken.

Legale Wege für Angestellte im Überblick
WegWirkt überTypische GrößenordnungAufwand
Werbungskosten im JobGrenzsteuersatzeinige Hundert Eurogering
§ 35a Handwerker/Haushaltdirekt 20 % der Arbeitskostenbis 1.200 € bzw. 4.000 € Obergrenzegering
Basisrente, bAVGrenzsteuersatz, spätere Versteuerungabhängig vom Beitragmittel, lange Bindung
ETF-FreibeträgeAbgeltungsteuer 25 % plus Solirund 260 € auf 1.000 € Erträgegering
Vermietete WohnungGrenzsteuersatzhäufig vierstellig pro Jahrhoch, langfristig

Warum wirkt eine vermietete Immobilie bei hohem Einkommen besonders stark?

Weil der Verlust aus der Vermietung direkt mit deinem Gehalt verrechnet wird, und zwar zu deinem Grenzsteuersatz. Je höher du besteuert wirst, desto mehr Steuer spart dir jeder Euro, den die Wohnung steuerlich kostet.

Vermietete Immobilien laufen steuerlich unter „Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung“. Dabei werden deine Mieteinnahmen den Werbungskosten gegenübergestellt. Ist der Aufwand höher als die Einnahmen, entsteht ein Verlust, der deine übrige Steuerlast senken kann (§ 2 Abs. 3 EStG). Genau darin liegt der Unterschied zu den meisten anderen Wegen: Hier geht es nicht um ein paar Hundert Euro, sondern um Zinsen, Kosten und Abschreibung in fünfstelliger Summe.

Zu den typischen Werbungskosten gehören Schuldzinsen aus der Finanzierung, laufende Kosten wie Verwalterhonorar, Instandhaltung, Versicherungen und Grundsteuer sowie die Abschreibung (AfA, Absetzung für Abnutzung) auf den Gebäudeanteil. Welche Posten im Einzelnen zählen, zeigen wir in der Übersicht zu den Werbungskosten bei Vermietung.

Die AfA ist der Posten, der ohne laufenden Geldabfluss wirkt. Sie verteilt die Anschaffungskosten des Gebäudes über die Jahre: 2 % pro Jahr bei Fertigstellung zwischen 1925 und 2022, 2,5 % bei Altbauten vor 1925 und 3 % bei Fertigstellung ab 2023. Für neue Wohnungen gibt es unter Bedingungen zusätzlich die degressive AfA oder die Sonder-AfA nach § 7b. Details stehen im Ratgeber zur Abschreibung einer Immobilie.

Ein Beispiel mit echten Zahlen

Hinweis: Zahlen gerundet. Keine Steuerberatung, lediglich ein Praxisbeispiel.

Ein Angestellter mit 90.000 € Bruttogehalt kauft 2026 eine Eigentumswohnung als Kapitalanlage, Baujahr 1998. Nach Sozialversicherung und Pauschbeträgen nehmen wir ein zu versteuerndes Einkommen von 73.000 € an. Er liegt also mit einem Teil seines Einkommens im Spitzensteuersatz.

  • Kaufpreis: 300.000 €, dazu rund 30.000 € Kaufnebenkosten
  • Gebäudeanteil: 85 % von 330.000 € = 280.500 €
  • Mieteinnahmen: 1.000 € pro Monat, 12.000 € pro Jahr
Ergebnis aus Vermietung im ersten vollen Jahr (Beispiel)
PostenBetrag
Mieteinnahmen12.000 €
Zinsen- 10.000 €
Verwaltung, Instandhaltung, Versicherungen- 3.000 €
AfA 2 % auf 280.500 €- 5.610 €
Verlust aus Vermietung- 6.610 €

Sein zu versteuerndes Einkommen sinkt von 73.000 € auf 66.390 €. Die Einkommensteuer fällt nach dem Tarif 2026 von 19.524 € auf 16.769 €. Das sind 2.755 € weniger Steuer im Jahr.

Warum nicht einfach 6.610 € × 42 % = 2.776 €? Weil der Verlust ihn unter die Schwelle von 69.879 € drückt und der Teil unterhalb davon nur noch mit rund 41 % wirkt. So funktioniert der Grenzsteuersatz in der Praxis.

Derselbe Verlust bringt je nach Einkommen unterschiedlich viel:

Steuerersparnis durch 6.610 € Verlust nach zu versteuerndem Einkommen (Einkommensteuer 2026, Alleinstehende)
Zu versteuerndes EinkommenErsparnis Einkommensteuer
45.000 €2.131 €
60.000 €2.475 €
73.000 €2.755 €
100.000 €2.776 €

Ehrlich gerechnet gehört aber auch das dazu: Zinsen und Kosten von 13.000 € sind echtes Geld, die Miete deckt davon nur 12.000 €. Vor Tilgung fehlen also 1.000 € im Jahr, die Steuerersparnis macht daraus ein Plus von 1.755 €. Die Tilgung, mit der du das Darlehen abbaust und Vermögen aufbaust, kommt noch obendrauf. Diese Rechnung solltest du immer komplett sehen, nicht nur die Steuerzeile.

Mit unserem Rechner kannst du deine eigenen Zahlen einsetzen:

Deine Angaben

Beispielwerte, trag einfach deine eigenen Zahlen ein.

Veranlagung

Steht in deinem Steuerbescheid, liegt meist deutlich unter dem Brutto.

Nur das Gebäude wird abgeschrieben, nicht der Boden.

Zum Beispiel Verwaltung und nicht umlegbares Hausgeld, ohne Zuführung zur Rücklage.

Baubeginn zwischen 1. Oktober 2023 und 30. September 2029, 5 % vom Restwert (§ 7 Abs. 5a EStG).

Ergebnis im ersten Jahr

So viel Einkommensteuer sparst du

5.124 €

Das sind 427 € im Monat. Dein Grenzsteuersatz: 42 %.

Mieteinnahmen
10.800 €
Abschreibung (AfA)
- 12.000 €
Zinsen
- 10.500 €
Kosten
- 720 €
Steuerliches Ergebnis-12.420 €

Abschreibung in den ersten 10 Jahren zusammen: 96.303 €

  • Die degressive AfA ist im ersten Jahr am höchsten und sinkt danach jedes Jahr, weil 5 % vom Restwert abgeschrieben werden.
  • Du liegst im Spitzensteuersatz: Jeder Euro Verlust aus Vermietung senkt deine Steuer um bis zu 42 Cent (ohne Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer).

Passt das zu deiner Situation?

Ob sich eine Wohnung für dich rechnet, hängt auch von Tilgung, Eigenkapital und Lage ab. Dennis und Fabian rechnen das mit dir für konkrete Objekte durch.

Mit Dennis und Fabian durchrechnen

Langfristig kommt ein zweiter Vorteil dazu: Hältst du die Wohnung mehr als zehn Jahre im Privatvermögen, ist ein Verkaufsgewinn steuerfrei (§ 23 EStG). Verkaufst du früher, erhöht die bereits genutzte AfA den steuerpflichtigen Gewinn, weil sie die Anschaffungskosten mindert.

Wie bekommst du die Ersparnis monatlich statt erst mit dem Steuerbescheid?

Über einen Freibetrag in deinen Lohnsteuerabzugsmerkmalen, früher hieß das Lohnsteuerkarte. Mit einem Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung beim Finanzamt (§ 39a EStG) wird der erwartete Verlust aus der Vermietung als Freibetrag eingetragen, und dein Arbeitgeber zieht jeden Monat weniger Lohnsteuer ab.

Wichtig ist der Zeitpunkt: Den Freibetrag gibt es erst für die Kalenderjahre nach dem Jahr, in dem du die Wohnung gekauft hast. Im Kaufjahr bekommst du die Ersparnis über die Steuererklärung zurück. Den Antrag für das Folgejahr kannst du ab dem 1. November stellen (§ 39a Abs. 2 EStG).

Im Beispiel oben (Kauf 2026) wären das ab 2027 grob 230 € mehr Netto im Monat, denn der Freibetrag gilt erst ab dem Jahr nach dem Kauf, bei einem Neubau nach der Fertigstellung (§ 37 Abs. 3 EStG). Ausnahme: Wohnungen mit Sonderabschreibung nach § 7b. Der Freibetrag senkt den laufenden Lohnsteuerabzug auf Basis einer Schätzung: Fällt der Verlust niedriger aus, zahlst du mit der Steuererklärung nach. Deshalb bist du nach einem Freibetrag zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet.

Welche Fehler machen Gutverdiener beim Steuern sparen?

Die meisten Fehler entstehen, wenn die Steuer wichtiger wird als die Investition dahinter.

  • Kaufen wegen der Steuer: Eine Wohnung mit überhöhtem Preis oder schlechter Vermietbarkeit bleibt ein schlechtes Investment, auch mit Steuervorteil. Reine Steuersparmodelle sind häufig zu teuer.
  • Grenz- und Durchschnittssteuersatz verwechseln: Wer mit dem Durchschnittssatz rechnet, unterschätzt die Ersparnis. Wer pauschal 42 % ansetzt, obwohl er knapp darunter liegt, überschätzt sie.
  • Liquidität vergessen: Die AfA spart Steuer, bringt aber kein Geld aufs Konto. Leerstand, Sonderumlagen oder eine Anschlussfinanzierung zu höheren Zinsen musst du aus dem laufenden Einkommen tragen können.
  • Zu billig an Angehörige vermieten: Unter 66 % der ortsüblichen Miete kürzt das Finanzamt unter Umständen die Werbungskosten (§ 21 Abs. 2 EStG).
  • Innerhalb von zehn Jahren verkaufen: Dann wird der Gewinn versteuert, und die genutzte AfA erhöht ihn zusätzlich.
  • Belege nicht sammeln: Was nicht belegt ist, zählt nicht. Einnahmen und Ausgaben gehören sauber in die Anlage V.
  • Den Freibetrag nicht beantragen: Dann wartest du bis zum Steuerbescheid auf dein Geld, obwohl du es monatlich haben könntest.

Für wen lohnt sich eine vermietete Wohnung zum Steuernsparen nicht?

Für alle, deren Grenzsteuersatz niedrig ist oder deren Finanzen keine Reserve haben. Die Steuerersparnis ist ein Zusatz, keine Grundlage.

Weniger geeignet ist eine Kapitalanlage-Immobilie, wenn

  • dein zu versteuerndes Einkommen deutlich unter 45.000 € liegt und die Steuerwirkung entsprechend kleiner ausfällt,
  • du keinen Puffer für Leerstand, Reparaturen oder Zinsänderungen hast,
  • du absehbar innerhalb von zehn Jahren verkaufen musst,
  • dein Arbeitsplatz oder Einkommen gerade unsicher ist und die Bank eine Finanzierung ohnehin kritisch sieht,
  • du keinen Anlagehorizont von mindestens 10 bis 15 Jahren hast.

In diesen Fällen sind die kleineren Wege aus dem Abschnitt oben und ein ETF-Sparplan oft die bessere Wahl. Wenn du dagegen hohe Steuern zahlst und stabil verdienst, lohnt sich ein genauer Blick. Wie Abschreibung, Zinsen und Verkauf nach zehn Jahren zusammenspielen, liest du in unserem Ratgeber zu allen Steuerhebeln einer vermieteten Wohnung. Oder du vereinbarst ein unverbindliches Erstgespräch und lässt dir konkret durchrechnen, wie sich eine Kapitalanlage auf deine Steuerlast auswirken kann.

Wie setzt du das mit einer Immobilie konkret um?

Der Überblick zeigt alle Steuerhebel einer vermieteten Wohnung. Für Ingenieure haben wir die Rechnung mit echten Fällen durchgespielt.

Häufig gestellte Fragen

Wie kann ich meine Steuerlast senken, wenn ich nur Gehalt beziehe?

Zuerst mit allem, was dir als Angestellter offensteht: Werbungskosten über die Pauschale hinaus belegen, Handwerker- und Haushaltsrechnungen nach § 35a angeben, Freistellungsauftrag für Kapitalerträge einrichten. Größere Beträge entstehen erst durch zusätzliche Einkünfte mit Verlusten in den ersten Jahren, typischerweise eine vermietete Wohnung.

Ist Steuerlast senken durch Investition legal?

Ja. Wer eine Wohnung vermietet, darf die Kosten dafür als Werbungskosten abziehen, das ist im Einkommensteuergesetz so vorgesehen. Voraussetzung ist, dass du tatsächlich auf Dauer vermieten und damit über die Jahre einen Überschuss erzielen willst. Bei verbilligter Vermietung oder geplantem schnellem Verkauf kann das Finanzamt genauer hinschauen.

Muss ich auf Mieteinnahmen immer Steuern zahlen?

Nur auf den Überschuss. Liegen die Werbungskosten über den Mieteinnahmen, entsteht ein Verlust, der dein übriges zu versteuerndes Einkommen mindert.

Kann ich Kosten schon vor der Vermietung absetzen?

Ja, bestimmte Kosten können als vorweggenommene Werbungskosten gelten, zum Beispiel Finanzierungskosten oder Fahrten zu Besichtigungen. Voraussetzung ist, dass du die Vermietungsabsicht nachweisen kannst.

Was passiert, wenn ich später selbst einziehe?

Dann entfallen ab dem Einzug die Werbungskosten, weil die Wohnung nicht mehr vermietet ist. Die bis dahin genutzte AfA bleibt bestehen. Bei einem Verkauf innerhalb von zehn Jahren nach dem Kauf solltest du die Regeln zur Eigennutzung in § 23 EStG vorher prüfen lassen.

Brauche ich einen Steuerberater?

Nicht zwingend, aber aufgrund der Komplexität dringend zu empfehlen, spätestens beim Kauf der ersten Wohnung. Wir rechnen die wirtschaftliche Seite mit dir durch, die steuerliche Prüfung im Einzelfall gehört zu deiner Steuerberatung.

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