Wie funktioniert ein ETF-Sparplan?
Du brauchst ein Depot bei einer Bank oder einem Online-Broker. Dort wählst du einen ETF, die Sparrate und das Intervall, meist monatlich. Zum Ausführungstermin wird der Betrag abgebucht und in ETF-Anteile getauscht, auch in Bruchstücke eines Anteils.
Weil du immer denselben Betrag investierst, kaufst du bei niedrigen Kursen mehr Anteile und bei hohen weniger. Dieser Durchschnittskosteneffekt nimmt dir die Frage nach dem richtigen Einstiegszeitpunkt ab. Sparrate und Intervall kannst du jederzeit ändern oder pausieren.
Welcher ETF eignet sich für einen Sparplan?
Für den Vermögensaufbau sind breit gestreute Welt-ETFs verbreitet, etwa auf den MSCI World, den FTSE All-World oder den MSCI ACWI. Achte auf niedrige laufende Kosten (TER), eine ausreichende Fondsgröße und die Frage, ob Erträge ausgeschüttet oder wieder angelegt (thesauriert) werden sollen.
Welcher ETF zu dir passt, hängt von deinem Ziel, deinem Anlagehorizont und deinen übrigen Anlagen ab, zum Beispiel Immobilien.
Wie wird ein ETF-Sparplan versteuert?
Gewinne und Ausschüttungen unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Mit einem Freistellungsauftrag bleiben bis zu 1.000 Euro Kapitalerträge im Jahr steuerfrei, bei Zusammenveranlagung 2.000 Euro.
Bei Aktien-ETFs sind 30 Prozent der Erträge steuerfrei (Teilfreistellung). Bei thesaurierenden ETFs fällt jährlich die Vorabpauschale an, die später beim Verkauf verrechnet wird.
Für wen lohnt sich ein ETF-Sparplan?
Für alle, die über viele Jahre Vermögen aufbauen wollen und Kursschwankungen aushalten. Sinnvoll ist ein Horizont von zehn Jahren und mehr. Vorher sollte ein Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto liegen. Ab 2027 kommt mit dem Altersvorsorgedepot eine staatlich geförderte Variante für die Altersvorsorge hinzu.
