Was sind Schwellenländer?
Eine einheitliche Definition gibt es nicht. Gemeint sind Länder, deren Wirtschaft sich industrialisiert und deren Kapitalmärkte wachsen, die aber noch nicht den Stand der Industrieländer erreicht haben.
Für Anleger zählt die Einstufung der Indexanbieter. Sie unterscheidet sich teilweise: Südkorea etwa gilt bei MSCI als Schwellenland, bei FTSE als Industrieland.
Welche Länder zählen zu den Schwellenländern?
Zu den größten Schwellenländern in Aktienindizes gehören:
- China und Indien
- Taiwan und Südkorea (bei MSCI)
- Brasilien und Mexiko
- Saudi-Arabien und Südafrika
Warum Schwellenländer ins Depot?
Sie bringen zusätzliche Streuung und Zugang zu wachsenden Volkswirtschaften mit junger Bevölkerung. Der MSCI World enthält nur Industrieländer. Welt-ETFs auf den FTSE All-World oder den MSCI ACWI enthalten Schwellenländer bereits in ihrem Marktgewicht.
Dem stehen höhere Schwankungen, politische Risiken und Währungsrisiken gegenüber. Wer mit langem Horizont anlegt, sollte Schwellenländer deshalb nicht einfach links liegen lassen, aber auch nicht übergewichten, ohne das bewusst zu entscheiden.
Wie wirken sich hohe US-Zinsen auf Schwellenländer aus?
Bieten sichere US-Staatsanleihen hohe Zinsen, fließt Kapital eher in die USA. Das kann die Börsen der Schwellenländer belasten. Ein starker Dollar macht zudem Schulden teurer, die diese Länder und ihre Unternehmen in Dollar aufgenommen haben.
