Wie entsteht ein Währungsrisiko?
Sobald du in Wertpapiere investierst, die in einer anderen Währung notieren oder wirtschaften, hängt dein Ergebnis in Euro von zwei Dingen ab: der Wertentwicklung der Anlage und der Entwicklung des Wechselkurses. Beide können sich gegenseitig verstärken oder aufheben.
Haben ETFs ein Währungsrisiko?
Ja, wenn sie Wertpapiere aus anderen Währungsräumen enthalten. Entscheidend sind die Währungen der enthaltenen Unternehmen, nicht die Währung, in der der ETF geführt wird. Ein MSCI-World-ETF in Euro enthält trotzdem zu rund zwei Dritteln bis drei Vierteln Werte in US-Dollar.
Bei breit gestreuten Aktien-ETFs gleicht sich das über viele Währungen und lange Zeiträume teilweise aus. Viele internationale Konzerne verdienen zudem in mehreren Währungen.
Wie kann man das Währungsrisiko absichern?
Es gibt währungsgesicherte ETFs, erkennbar am Zusatz Hedged. Die Absicherung kostet Geld, abhängig vom Zinsunterschied zwischen den Währungen. Bei Aktien lohnt sie sich langfristig selten. Bei Anleihen ist sie häufiger sinnvoll, weil deren Erträge im Verhältnis zu Wechselkursschwankungen klein sind.
Warum ist das Währungsrisiko bei Anleihen besonders wichtig?
Eine US-Staatsanleihe mit knapp 5 Prozent Zins klingt attraktiv. Verliert der Dollar im selben Jahr 5 Prozent gegenüber dem Euro, ist der Zinsvorteil für Euro-Anleger aufgebraucht. Wer eine sichere Anlage sucht, sollte deshalb Anleihen in Euro oder währungsgesicherte Varianten prüfen.
