Was sind Small Caps?
Aktien werden nach ihrem Börsenwert in drei Gruppen eingeteilt: Large Caps (große Konzerne), Mid Caps (mittelgroße Unternehmen) und Small Caps (kleine Unternehmen). Cap steht für Market Capitalization, also Aktienkurs mal Zahl der Aktien.
Beim Indexanbieter MSCI decken die Standardindizes mit großen und mittleren Werten rund 85 Prozent des Börsenwerts eines Landes ab, die Small Caps die nächsten rund 14 Prozent. Es sind also sehr viele Unternehmen mit zusammen vergleichsweise kleinem Gewicht.
Warum gehören Small Caps ins Depot?
Kleine Unternehmen haben mehr Raum zu wachsen. Viele heutige Konzerne waren einmal Small Caps, bevor sie in große Indizes aufgenommen wurden. Wissenschaftlich beschrieben ist die sogenannte Size-Prämie: Über lange Zeiträume haben kleine Werte im Schnitt eine höhere Rendite erzielt als große.
Die Prämie ist allerdings umstritten und kein Selbstläufer. Es gab lange Phasen, in denen große Werte klar vorn lagen. Small Caps sind deshalb eher eine sinnvolle Beimischung für mehr Streuung als eine Wette auf Überrendite.
Welche Risiken haben Small Caps?
- höhere Volatilität, also stärkere Kursschwankungen
- geringere Handelsvolumen, bei Einzelaktien teils größere Spannen zwischen Kauf- und Verkaufskurs
- stärkere Abhängigkeit von Konjunktur und Finanzierungskosten
- weniger Analysen und Informationen als bei großen Konzernen
Wie investierst du mit ETFs in Small Caps?
Der einfachste Weg ist ein ETF auf einen breiten Small-Cap-Index, etwa den MSCI World Small Cap, als Ergänzung zu einem Welt-ETF. Alternativ gibt es Indizes, die alle Größen schon enthalten: Der FTSE Global All Cap oder der MSCI ACWI IMI bilden große, mittlere und kleine Unternehmen gemeinsam ab.
Wichtig: Der bekannte FTSE All-World enthält nur große und mittlere Werte. Wer Small Caps will, muss sie dort ergänzen oder zu einem All-Cap-Index greifen.
